Heterogene Nutzung
Furtwangen, 14.03.2012
Haus der Wirtschaftsförderung

Denkmalgeschützte Architektur und neueste Technologie: Die Stadt Hannover setzt für ihr Haus der Wirtschaftsförderung auf das IP-basierte Installationssystem Siedle Access. Die heterogene Nutzung des Gebäudes erfordert eine Kommunikationstechnik, die einfach zu planen ist und sich künftigen Veränderungen flexibel anpasst.


Das Haus der Wirtschaftsförderung ist eines der früheren Werke von Peter Behrens (1868 bis 1940). Behrens wurde vor allem als Industriedesigner und Architekt bekannt und war Mitbegründer des Deutschen Werkbundes. Die Gummiwerke Continental AG ließ das Gebäude zwischen 1912 und 1914 als Verwaltungssitz errichten. Heute befindet sich das denkmalgeschützte Gebäude im Besitz der Stadt Hannover und beherbergt verschiedene Organisationen aus Stadt und Region. Ein Teil der Büroflächen wird an Startup-Unternehmen und Selbständige vermietet. Die Stadt Hannover sanierte das Gebäude nun umfassend und setzt mit dem IP-basierten Installationssystem Siedle Access auf den kommenden Standard der Gebäudekommunikation: die Netzwerktechnik.

Schlanke Technik

Der Denkmalschutz erlaubt an der Vorderfront des Gebäudes keinerlei Kommunikationstechnik. Der Haupteingang bleibt während der Bürozeiten offen und wird erst gegen Abend verschlossen. Die Besucher melden sich außerhalb der Öffnungszeiten am rückwärtigen Eingang beim jeweiligen Büro; Mitarbeiter verschaffen sich Zutritt über eine integrierte Zutrittskontrolle. Im Innenbereich sichern separate Sprechanlagen mit Kartenlesern die jeweiligen Bereiche. Haustelefone gibt es nicht, die gesamte Kommunikation erfolgt über analoge und digitale Telefonanlagen. Per Telefon sprechen die Mitarbeiter mit dem Besucher vor der Tür und öffnen die Tür. Die Kamera am rückwärtigen Eingang spielt ihre Videobilder auf den Concierge-Arbeitsplatz am Eingang. Ein handelsüblicher PC übernimmt sämtliche Concierge-Funktionen und nimmt Rufe entgegen, wenn Büros nicht besetzt sind.

Entscheidend: Skalierbarkeit und Flexibilität

Die heterogene Nutzung des Gebäudes verlangt eine Kommunikationstechnik, die sich wechselnden Anforderungen anpasst und ohne viel Aufwand ausgebaut werden kann. Der öffentliche Bauträger setzte deshalb mit Siedle Access bewusst auf die IP-Technik. Entscheidend waren vor allem die Erweiterungsmöglichkeiten, die Access bietet, sowie die flexible Einbindung der vorhandenen Telefonanlagen.

Das ehemalige Verwaltungsgebäude hat beträchtliche Ausmaße. Vermietet sind derzeit nur die Räume bis zur zweiten Etage, die dritte und vierte Etage sind noch ungenutzt. Als IP-basiertes Kommunikationssystem ist Siedle Access nahezu beliebig skalierbar und bietet die Option, die weiteren Stockwerke bei Bedarf einfach per Netzwerkkabel anzubinden – ein entscheidender Vorteil bei einem weiteren Ausbau, aber auch bei Umnutzungen oder Erweiterungen innerhalb der derzeit vermieteten Räume.

Sehr komplex waren die Anforderungen der verschiedenen Mieter im Gebäude. Diese sichern ihren Bereich jeweils mit einer eigenen Audiosprechanlage, die ihr Signal über das Netzwerk und die TK-Anlage auf die Telefone der einzelnen Mitarbeiter schickt. Im Haus der Wirtschaftsförderung sollten klassische TK-Anlagen und VoIP-Systeme integriert sowie unterschiedliche Anforderungen der jeweiligen Systemadministratoren berücksichtigt werden.

Die Anbindung der Türkommunikation an die TK-Anlage ist flexibel und leicht erweiterbar. Auf klassische Haustelefone wurde zunächst verzichtet, sie können jederzeit zusätzlich betrieben werden, ein Netzwerkanschluss genügt. Ebenso einfach werden PCs mittels Software-Client zur Video-Sprechstelle. Das IP-basierte System schafft mit der einmal installierten Netzwerktopologie eine extrem flexible Basis für jede von den späteren Mietern gewünschte Nutzung.
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